Rainer Bartesch (*1964), ein gebürtiger Oberbayer aus der Auerberger Gegend, hat eine außergewöhnlich vielseitige Biografie. Nach seiner Schulzeit studierte er zuerst Chemie, wechselte dann zur Musik und studierte Horn an der Münchner Musikhochschule. Im Anschluss war er vier Jahre in verschiedenen Orchestern als Hornist tätig, unter anderem im Hessischen und im Niedersächsischen Staatsorchester und an der Semperoper in Dresden. Dann entschied er sich, zusätzlich das Lehramt an Gymnasien und parallel dazu Komposition für Film und Fernsehen zu studieren. Nach seinen Abschlüssen bekam er fünf Lehraufträge an der Musikhochschule gleichzeitig angeboten, die er fünf Jahre lang ausübte, bevor er den Weg als freischaffender Komponist, Dirigent und Instrumentalsolist einschlug. Schon die zweite orchestrale Filmmusik, „Nirgendwo in Afrika“, die er für den schweizer Kollegen Niki Reiser einspielte, gewann einen Oscar. Rainer Bartesch, der selbst insgesamt 40 verschiedene Instrumente spielt und ein Tonstudio hat, schrieb die Musik für über 110 Filme, aber auch viele Werke für den Konzertsaal, allein 50 Werke für Alphorn. Er komponierte für die Münchner Philharmoniker, für die bayerische Staatsoper und beide Orchester des Bayerischen Rundfunks und gewann bei mehreren internationalen und nationalen Kompositionswettbewerben. Sein international erfolgreichstes Werk ist das Oratorium „Our World is on Fire“, das mehr als 60 Preise gewann. Seine Kompositionen werden weltweit gespielt.
Das kompositorische Schaffen von Rainer Bartesch ist extrem vielseitig und reicht von pädagogischen Werken über Songwriting, Pop, Rock, Jazz zu Blasmusik, Chorwerken, Kirchenmusik, Bühnenwerken, Musicals, hin zu orchestralen Werken, Solokonzerten, Oratorium, Requiem und Oper. Er hat u.a. für die Freilichtbühne Altusried die Musik zu „Robin Hood“ geschrieben, die vor 64.000 Besuchern erklang.
Als er angefragt wurde, ob er die Musik für die neue Weihnachtsoper für Bad Hindelang komponieren könnte, ahnte er schon, dass dieses Riesenprojekt besondere Herausforderungen, aber auch Chancen bieten würde. Eine Herausforderung bestand darin, eine Musik für ein gemischtes Ensemble aus Profis und Laien zu schreiben, und zwar so, dass alle Sänger und Instrumentalisten genau im richtigen Maß gefordert sind und niemand überfordert wird. Zudem sollte die Musik neu sein, aber das Publikum mit einer vertrauten, Klanglichkeit unmittelbar abholen und berühren. Eine besondere Chance bietet auch die einzigartige Orchesterbesetzung, die bayerische Volksmusikinstrumente und klassische Orchesterinstrumente kombiniert. Die Oper selbst ist verbunden mit der bayerischen Musiktradition und enthält einen ganzen Strauß an wunderbaren Meloden, die dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben dürften.
Auf den Websites von Rainer Bartesch www.rainerbartesch.de und www.alphornunlimited.de kann man viele seiner Kompositionen anhören und erfahren, woran er aktuell arbeitet und wo gerade etwas von ihm aufgeführt oder gesendet wird.